Wählen nach dem Geldbeutel?
Während Wirtschaftsleistung, Bruttolöhne und Standardrente bis Mitte der 1980er Jahre gemeinsam wuchsen und damit breite Bevölkerungsschichten am wirtschaftlichen Fortschritt teilhaben ließen, haben sich ihre Entwicklungspfade seitdem deutlich auseinanderentwickelt.
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Steueraufkommen der Steuerpolitik nach Wahlprogramm.
Es zeigt sich, dass FDP und AfD am stärksten für Steuerentlastungen eintreten. Steuerentlastungen führen jedoch zu Mindereinnahmen des Staates und müssen durch Ausgabenkürzungen oder Kredite entsprechend gegenfinanziert werden.
Die Steuersenkungspäne der AfD erfordern mit 181 Mrd. € die härtesten Ausgabenkürzungen. Die Gegenfinanzierung durch Kredite ist ausgeschlossen, da eine Lockerung der Schuldenbremse strikt abgelehnt wird.
Gemeinsam ist den Parteien und deren Steuerpolitik das Ziel der Steuerentlastung. Die Steuerpolitik der Linken entlastet Geringverdiener am meisten, während die Steuerentlastung mit steigendem Einkommen abnimmt.
Genau umgekehrt verhält es sich bei der Steuerpolitik von FDP, CDU und AfD. Hier gilt, je größer das Einkommen, desto größer die Steuerersparnis gegenüber dem Status Quo. Eine Entlastung derer, die am Wenigsten haben gibt es nicht, wobei die FDP diese Menschen sogar stärker belastet sehen möchte als bisher.
Dieses Ergebnis ist für FDP & CDU nicht weiter verwunderlich, deckt es sich doch gerade bei der FDP mit der politischen Gesinnung der Wählerschaft. Hinsichtlich der AfD dagegen, mag das Ergebnis überraschen, da sich deren Wählerschaft eben gerade nicht aus überwiegend einkommensstarken Menschen rekrutiert.
Die der obigen & der folgenden Grafik zugrundeliegenden Berechnungen berücksichtigen dabei nicht die von CDU, FDP und AfD beabsichtigte Abschaffung des Solidaritätszuschlags, der erst ab einem Jahreseinkommen von ca. 75.000,00 € bezahlt wird, also von den oberen 10% der Einkommen.